Kreislaufwirtschaft ist im Trend

23. Februar 2021 13:06

Hamburg - Die Kreislaufwirtschaft kann viele der Probleme lösen, die mit der Corona-Krise verschärft worden sind. Das zeigt ein Hintergrundbericht des „Spiegels“. Auch Kunden von EPEA Switzerland tragen dazu bei.

Die Zürcher Bank Vontobel hat einen Circular World Index lanciert, in welchem sich Firmen befinden, die sich für die Wiederverwertung von Ressourcen engagieren. Der Index ist innerhalb eines Jahres um 70 Prozent gestiegen, heisst es in einem Artikel der Ausgabe 8/2021 des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Auch daran wird deutlich, das ressourcenbewusstes Handeln im Trend steht.

Dies ist laut der Autoren auch notwendig, denn das Gewicht der vom Menschen erschaffenen Gegenstände ist inzwischen genau so gross wie das Gewicht aller Leberwesen der Erde. Und all diese Gegenstände müssen nach der Nutzung wieder beseitigt werden. Das Recycling, die Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Ressourcen, eignet sich dazu nur zum Teil, denn bislang gehen dabei noch zu viele Ressourcen verloren. Der im „Spiegel“-Artikel vorgestellte Ansatz Cradle-to-Cradle geht jedoch weiter. Hierbei sollen alle Bestandteile eines Produktes wieder dem Kreislauf zugeführt werden, von der Wiege bis zur Wiege also.

Das Kreislaufkonzept wurde von William McDonough und Michael Braungart entwickelt. Weltweit engagiert sich EPEA Switzerland für die Umsetzung und berät Firmen, welche der Ressourcenverschwendung konsequent ein Ende setzen wollen. Mit Erfolg. Denn auch der „Spiegel“ erwähnt einige von EPEA Switzerland beratene und zertifizierte Unternehmen.

Dass dazu auch Wolford gehört, ist erstaunlich. Denn gerade im Bereich Textil sei ein Kreislaufprinzip schwer umzusetzen. „Fasern müssen aufgetrennt werden, was auf Kosten der Qualität geht. Mischgewebe sind schwer zu separieren. Chemikalien und Farben nur aufwendig herauszulösen“, schreibt der „Spiegel“. Doch Wolford hat es mit Unterstützung von EPEA Switzerland geschafft. Wolford bietet inzwischen Strumpfhosen, Leggings und Pullover an, welche dem Cradle-to-Cradle-Prinzip entsprechen. Als Beweis hat Forschungschef Andreas Röhrich sieben Pullover in einem Glastopf vergraben, inzwischen sind sie zu Humus geworden.

Wolford hat dabei mit weiteren Kunden von EPEA Switzerland zusammengearbeitet. So wurde gemeinsam mit Lauffenmühle, heute Inogema, an der Entwicklung von Kunstfasern gearbeitet, die Cradle-to-Cradle entsprechen. Und auch die Textilfasern, die Aquafil aus wiederverwertetem Nylon herstellt, sind Bestandteil von Wolford-Produkten und ein bedeutendes Projekt von EPEA Switzerland. Da neues Garn aus Rohölprodukten hergestellt wird, liegt die CO2-Belastung der Aquafil-Garne um 90 Prozent unter denen von Neuprodukten, wie dem „Spiegel-Artikel“ zu entnehmen ist.

Gerade in der Corona-Zeit, in welcher die Zahl an Wegwerfverpackungen drastisch gestiegen ist, zeigen diese Firmen somit Wege auf, irgendwann doch eine „grüne Null“ zu erreichen. So lautet auch der Titel des „Spiegel“-Artikels. jh

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